Aus der der alten Schule wird ein Jugendheim

Umbau -und Renovierungsmaßnahmen derzeit in Grüfflingen

Jugendheim Grüfflingen für Gemeinde eine Premiere

Grüfflingen bietet sich besonders für ein Jugendheim an, da es aus Sicht der meisten der 22 Dörfer in der Gemeinde zentral liegt und die Busverbindungen gut sind. Im Frühjahr sollen die Renovierungsarbeiten abgeschlossen werden.

Vor über fünf Jahren kam das erste Mal der Gedanke auf, die ehemalige Schule in Grüfflingen zu einem Jugendheim umzugestalten bzw. aufzuwerten.  In erster Linie ging dieser Gedanke von der KLJ Burg-Reuland aus, die bis dato über keine eigenen Räumlichkeiten verfügte und in einem angemieteten Raum im Begegnungszentrum tagte.

Finanzieller Kraftakt

Die politisch Verantwortlichen der Gemeinde stellten sich dem Problem.  Doch die erste Ausschreibung überstieg die vorgegebene Schätzung deutlich, auch die zweite lag noch 18.000 € über dem vorgesehenen Budget, was die endgültige Entscheidung verzögerte.  Obwohl die Renovierung teurer ist als erwartet, wurde man sich im letzten Jahr - sehr zur Freude der KLJ-Leiter - endlich einig.  Umbau und Renovierung werden insgesamt 143.449 € kosten, wovon die Deutschsprachige Gemeinschaft sechzig Prozent trägt, der restliche Betrag geht zu Lasten der Gemeinde, die auch nach der Renovierung für den Unterhalt des Anwesens aufkomme.

Den Gesamtauftrag für die Ausführung der Baumaßnahmen erhielt das Unternehmen HILGER aus Born.

Es ist sogar geplant, einen Animator als Ansprechpartner für die Jugendlichen in Teilzeit einzustellen.  Verwaltet wird das neue Jugendheim in Zukunft von einem "Rat" - bestehend aus Vertretern der Gemeinde und der Eltern, aber auch die Jugendlichen selbst werden mitbestimmen, wie das Jugendheim genutzt wird.

Auch bei der Planung des Umbaus konnten die Jugendlichen ihre Ideen mit einbringen.  Vor dem Haus soll etwa ein Volleyball-Platz entstehen, ebenfalls wird ein Basketballkorb aufgehängt.  

Des Weiteren plant die Gemeinde einen Parkplatz und eine überdachte Terrasse.  Auf der Wiese um das Gebäude ist viel Platz für Spiele jeder Art.  Für die Gestaltung des Berings sind weitere 35.000 € im kommunalen Etat 2004 eingetragen.

Im Haus selber, das übrigens behindertengerecht umgebaut wurde, wird es einen großen Aufenthaltsraum geben, wo Aktivitäten für Kinder und Jugendliche stattfinden können.  Über dem Aufenthaltsraum gibt es einen Speicher, der reichlich Platz für Bastelmaterial und andere Utensilien bietet.  Dann ist noch eine Küche sowie ein Raum für die Leiter geplant.  Die Leiter helfen auch bei der Renovierung.  "Wir werden zum Anstreichen kommen und natürlich auch beim Einrichten helfen", versichert KLJ-Leiterin Evelyne Post.

 
Platz für alle

Die KLJ Burg-Reuland hat im Vorfeld bereits viel für die Schaffung des Jugendheims getan.  Bisher traf man sich in einem angemieteten Raum, der der KLJ zur Verfügung gestellt wurde.  Ein ganzes Haus mit Grundstück zur eigenen Verfügung zu haben, eröffnet da natürlich ganz neue Perspektiven.

Das Jugendheim soll aber nicht nur der KLJ offen stehen, sondern auch allen anderen Jugendgruppen.  Alle Jugendlichen der Gemeinde sollen in Zukunft von den Räumlichkeiten profitieren können, jede Jugendgruppe kann sich anmelden und dann das Jugendheim nutzen.  Im Frühjahr sollen die Renovierungsarbeiten abgeschlosen sein und alle Beteiligten freuen sich bereits auf die Einweihung des Jugendheims.

 
(Text : GRENZ-ECHO vom 15.01.2004 von Sarah WILKINS)



Die Gemeinde BURG-REULAND stellt der KLJ die alte Schule in Grüfflingen als Jugendheim zur Verfügung.  Das Gebäude, das sich in einem desolaten Zustand befand wird zur Zeit umfangreichen Umbau -und Renovierungsarbeiten unterworfen.