"Ländliche Entwicklung" geht in eine neue Phase ...

Die "Ländliche Entwicklung" - Ein neuer Anlauf

Die Gemeinde BURG-REULAND gehörte im Jahre 1980 zu den 23 Pilotgemeinden, die sich für dieses Förderungsprogramm der Wallonischen Region entschieden haben.
Die Zielsetzung dieses Vorhabens, dessen Einzelprojekte zu 80 Prozent bezuschusst werden, ist die Durchführung von aufeinander abgestimmten Entwicklungs- und Gestaltungsmaßnahmen zur sozio-wirtschaftlich-kulturellen Aufwertung und Belebung von Gemeinden mit typisch ländlichem Charakter.
Die "Ländliche Entwicklung" ist in der Gemeinde Burg-Reuland schon seit 20 Jahren ein Begriff.
Vorbereitet wurde dieses Projekt durch die "Ländliche Stiftung der Wallonie", die speziell für diesen Zweck eingerichtet wurde und die mit der Ausarbeitung eines Leitschemas und die Erstellung eines Aktionsprogramms betraut wurde.  In der ersten Phase wurde über Beihilfe-Konventionen mit der Wallonischen Region (1981-1987) vor allem in die Basisinfrastruktur investiert : Wasserversorgung, Straßenbeleuchtung, Abwässerentsorgung, Bürgersteige, Freizeiteinrichtungen, Kulturstätten, Dorfverschönerung usw. Entscheidungsträger ist der Gemeinderat, doch sieht die "Ländliche Entwicklung" auch eine Beteiligung des Bürgers bei der Planung und Begleitung vor.

Der Leitplan

Die erste Aktualisierung des Leitplans erfolgte im Jahre 1988 und in der Folgezeit sollte vor allem die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde den Schwerpunkt des Programms (1990-1997) bilden : die Einrichtung einer Handwerkszone in Grüfflingen-Schirm.  Bisher haben sich hier fünf Unternehmen niedergelassen.  Ergänzend hierzu wird zur Zeit ein "multifunktioneller Informationsstand" erbaut.
Rückblickend auf die letzten 20 Jahre "Ländliche Entwicklung"    konnten sicherlich nicht alle Projekte problemlos in die Tat umgesetzt werden, die Planung und Verwirklichung erwies sich vielfach als langwierig und auch die Gelder sind von Namur aus zeitweise spärlich geflossen.  Insgesamt sind aber mehr als 50 Millionen Fördergelder in die Gemeinde BURG-REULAND geflossen.

Zukunftsperspektiven

Der zuständige Minister José Happart hat grünes Licht gegeben für die "Ländliche Entwicklung" in Burg-Reuland und dieses Mal liegt der Schwerpunkt vor allem auf die "Verbesserung der Lebensqualität".
Die neue Planung soll echte Zukunftsperspektiven aufzeichnen und aufbauen auf die bisher realisierten Projekte.
Begleitorgan ist wiederum die "Ländliche Stiftung der Wallonie (LSW) und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) wurde mit der Ausarbeitung des neuen Leitschemas beauftragt.

Die Mitlieder der "Örtlichen Kommission"

Am Montagabend wurden in der Gemeinde BURG-REULAND die neuen Mitglieder der "Örtlichen Kommision zyur Ländlichen Entwicklung" im Kulturhaus in Burg-Reuland eingesetzt.  Mit Hilfe der Mitglieder soll ein konkretes Projektprogramm für die kommenden Jahre erstellt werden.  Der Kommission obliegt es nun eine Bestandsaufnahme sowie eine Prioritätenliste zu erstellen.  Die Ländliche Entwicklung soll vorallem auf die Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtet sein.

 
Nachstehend die Liste der Mitglieder :

a) Bevölkerung
Johann KRINGS (Maldingen), Joseph MICHAELI (Braunlauf), Sylvia MAUSEN-PLOTTES (Bracht), Walter DAUFER (Ouren), Klaus-Dieter KLAUSER (Thommen), Elisabeth UDELHOVEN (AUEL), Martin FANK (Grüfflingen), Marcel HOFFMANN (Dürler) und Willy WITTROCK (Wewele).


b) Gemeinderat
Corinne SERVATY (Lengeler), Udo REINERTZ (Espeler), Otto HENNEN (Oudler), Joseph MARAITE (Burg-Reuland) als Vorsitzender.


c) Ersatzmitglieder

    1. Bevölkerung
Lothar PETERS (Weweler), Hilar KAUT (Bracht), Walburga FOETELER (Thommen), Robert GEYER (Espeler), Eric DRIES (Auel), Horst BIELEN (Grüfflingen) Paul SERVATY (Lengeler), Liselote BLANKEN (Grüfflingen) und Heinz-Peter SCHÜLLER (Auel).

    2. Gemeinderat
Günter MARTINY (Braunlauf), Karl-Heinz CORNELY (Grüfflingen), Philippe GONAY (Dürler).

 
d) Sekretär
Michael METTLEN.


 
Ländliche Entwicklung war in Burg-Reuland auf Tournee
 

Ortstermine zwecks konkreter Planung der Vorhaben am Donnerstag und Freitag, dem 20. und 21. November 2003.


Entsprechend dem Konzept der ausgeprägten Bürgerbeteiligung hat es seit Herbst 2001 zahlreiche Informationsversammlungen und Beratungen gegeben, die 2003 zur Ausarbeitung eines Aktionsprogramms durch die Reuländer ÖKLE geführt hat.  
Bei diesem Gremium handelt es sich um eine Arbeitsgruppe mit Bürgern bzw. Ortsvertretern einerseits und Gemeinderatsmitgliedern andererseits.  Sie hat denn auch eine Projektliste erstellt.

Der nächste Schritt in dieser langwierigen Akte ist die Ausarbeitung des endgültigen Leitschemas, das in zwei bis drei Monaten vorliegen soll : Es wird dann durch die ÖKLE begutachtet und anschließend dem Gemeinderat zwecks Beschlussfassung vorgelegt werden.  
So gilt es u.a. die Machbarkeit der angeführten Vorhaben zu prüfen und die Prioritäten, d.h. die Reihenfolge der Ausführung, festzulegen.

Anschließend geht das Gesamtpaket nach Namur zur Bewertung durch die Verwaltung und zur Genehmigung durch die Regierung.  
Es wird damit gerechnet, dass die ersten Projekte 2005 in Angriff genommen werden können.  Die Gesamtausführung dieses Langzeitprogramms könnte bis zu zehn Jahre in Anspruch nehmen, so die vorsichtige Terminprognose in Burg-Reuland.  
Grundlage des Leitschemas bilden die jeweiligen Vorprojekte mit Beschreibung der Maßnahmen und der Kostenaufstellung.   
In diesem Sinne waren an beiden Tagen seitens der Gemeinde Burg-Reuland das Bürgermeister- und Schöffenkollegium
(Joseph MARAITE, Nikolaus DHUR und Karl-Heinz CORNELY) und Michael METTLEN von der Verwaltung,
die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgien (Anne-Marie VEITHEN) und die Ländliche Entwicklung der Wallonie (Stany NOËL und Patrick SCHÖSSLER) als Begleitorgane, Architekt Dany BLAISE sowie die Landschaftsarchitekten Heinz WINTERS und Sibille JEBAVY als beauftragte Planer unterwegs, um die einzelnen Vorhaben in Augenschein zu nehmen : Ortsdurchfahrten in Schirm, Espeler, Thommen und Oudler, Dorfplatz und Festplatz in Oudler, frühere Bahnlinie Reuland-Lengeler, Dorfzentrum in Grüfflingen, Ortskern in Ouren, frühere Schule in Thommen mitsamt Bering, Dorfhaus in Maldingen, frühere Schule in Grüfflingen, Dorfhaus in Oudler, Kulturhaus in Burg-Reuland, alte Molkerei und Fußgängerbrücke in Auel.

Die Vertreter der einzelnen Dörfer wurden als Rat -und Impulsgeber zu diesen Terminen hinzugezogen und dies ist wohl ein beredtes Zeichen für die demokratische Vorgehensweise.

(Quelle Grenz-Echo vom 22/11/2003 HS)

Die frühere Schule in Grüfflingen wird derzeit zu einem Jugendheim renoviert.
Hier entsteht der neue Dorfplatz in Oudler

Das Programm der Ländlichen Entwicklung steht

Die Neuauflage des Förderprogramms der LE in dieser Legislaturperiode in der Gemeinde Burg-Reuland wird in den kommenden Wochen endgültig auf die Schienen gelegt.

Nach einer langwierigen Vorbereitungsphase seit 2001 wird der Gemeinderat nach Angaben von Bürgermeister Joseph MARAITE auf seiner übernächsten Sitzung des Zehn-Jahresprogramms der LE endgültig genehmigen und vor allem auch eine Vorrangliste der Einzelprojekte im Sinne einer größtmöglichen Ausgeglichenheit festlegen.  Dann geht die Gesamtakte zur Wallonischen Region nach Namur, die bekanntlich die Beihilfen gewährt : Dort wird nach weiteren Begutachtungen durch die regionale Raumordnungskommission die  Regierung das Leitschema verabschieden.

 
Kommission

Im Zuge der Vorbereitungen mit Bürgerbefragung und Begleitung durch die Beratungsorganisationen Ländliche Stiftung der Wallonie und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgien kam übrigens auch der Örtlichen Kommission der Ländlichen Entwicklung (ÖKLE) mit Vertretern des Gemeinderates und der Bevölkerung eine wichtige Rolle als Impulsgeber zu.  Ihr wurden jetzt alle Projektvorschläge mit Kostenanschlag durch die beauftragten Architekten Dany Blaise (St.Vith) und Heinz Winter (Eupen) vorgestellt.


Einzelprojekte

In Grüfflingen wird die alte Schule in ein Dorfhaus umgestaltet mit Umbau, Renovierung und Abriss des Schuppens für 253.706 € (ohne MWSt.).  
Die gleiche Zweckbestimmung soll die alte alte Schule in Thommen, wo ebenfalls umfassende Maßnahmen anstehen, erfüllen, derweil hier auf der ersten Etage eine Wohnung eingerichtet wird.  Die Kosten belaufen sich auf 295.554 € (o. MWSt.)  
In Burg-Reuland wird das Kulturhaus renoviert und im Obergeschoss umgebaut für 306.560 € (o. MWSt.)
In Auel steht die Renovierung der ehemaligen Molkerei an für 52.536 € o. MWSt.).

Zwar liegt ein Vorprojekt für das Vereinshaus in Oudler vor (404.623 € o.MWSt.), das am gleichen Standort quasi neugebaut wird, doch die Tatsache, dass das Objekt wegen der schwierigen Geländesituation nicht nach hinten ausgebaut werden kann, sondern in Zukunft bis an die Thommener Straße reichen soll und auch das Parkplatzangebot aus verkehrstechnischer Sicht höchst unbefriedigend ist, drängt zu Alternativen, die es möglicherweise mit der leeren Geschäftshalle eines nach Luxemburg ausgelagerten Betriebes im Ort gibt, eine Lösung, die es noch zu klären gilt.  
In Maldingen wird das Vereinshaus erweitert und renoviert für
193.074 € (o. MWSt.)  
Die Dorfaufwertung mit Verbesserung der Lebensqualität und der Verkehrssicherheit nimmt einen breiten Raum im neuen LE-Programm
ein : Ehrgeizige Initiativen dieser Art sind geplant in den Ortszentren von Grüfflingen (561.112 € inkl..MWSt.), Thommen (735.444 € inkl.MWSt.) und Oudler (893.564 €) derweil die Ortsdurchfahrten in Thommen (Kirche bis Friedhof für 539.438 €) und Espeler (775.302 € inkl.MWSt.) freundlicher, grüner und verkehrsberuhigter ausgerichtet werden sollen.  
Für den Neubau einer Fußgänger-Holzbrücke in Auel (50.000 € inkl. MWSt. ohne Überdachung, mit Überdachung 80.000 € inkl.MWSt.) greift die LE auf eine fertige Planung von Architekt Leo Michaelis (Espeler) zurück.

Große Erwartungen setzt die Gemeinde in die Schaffung eines Fuß- und Radwanderweges auf der stillgelegten Bahnstrecke Ulflingen-Lengeler-Reuland-Lommersweiler für 579.779 € inkl. MWSt.  
In Oudler soll der Festplatz befestigt werden für 338.854 inkl. MWSt., in Ouren wird auf der Grundlage des bestehenden Blumenschmuckgartens ein neuer Dorfplatz mitsamt Festwiese, Parkflächen und Zugang zur Burgruine angelegt für 993.400 €.  Wie Joseph Maraite erklärte, bleiben noch einige Fragen zu klären, wie etwa die beschriebene Akte "Vereinshaus Oudler" oder die Besitzerverhältnisse im einen oder anderen Fall, denn die Gemeinde muss grundsätzliche Eigentümerin der Immobilien sein.

Die Wallonische Region fördert diese Maßnahmen, die sich zwangsläufig über einen längeren Zeitraum erstrecken im Prinzip zu 80 Prozent.  Vereinzelt könnte auch die Deutschsprachige Gemeinschaft als Zuschussgeber (60 Prozent) beansprucht werden.

Die Restbeträge gehen zu Lasten der Gemeinde, und u.a. von deren finanziellen Möglichkeiten wird es abhängen, wie schnell das Programm umgesetzt werden kann.

 

Weitere Anliegen in BURG-REULAND

Wohnungsbau und Abwasserklärung

Die Ländliche Entwicklung in Burg-Reuland soll sich in Zukunft nicht auf die anbei erläuterten Projektvorschläge für mehr als 7 Millionen € beschränken.  Die Gemeinde und die Bevölkerung können auch über dieses wichtige Förderprogramm der Wallonischen Region hinaus dank weiterer Rahmenstrukturen zur zielstrebigen Aufwertung des ländlichen Raums Initiativen kleineren und größeren Ausmaßes ergreifen, die die südlichste Kommune der Deutschsprachigen Gemeinschaft aus sozialer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Sicht lebenswerter machen.

 
Kleines Kulturerbe

So wurden 2003 durch die Bürger in verschiedenen Ortschaften Maßnahmen zum Erhalt und zur Instandsetzung des kleinen Kulturerbes, das nicht unter Denkmalschutz steht, ergriffen : Zu den eingereichten Gesamtkosten von 12.244 € steuerten die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG) 7.347 € und die Gemeinde Burg-Reuland 4.897 € zu.  Dieses Programm der DG soll, wie berichtet, 2004 flächendeckend in Ostbelgien weitergeführt werden.

Dorf- und Umfeldaufwertung lässt sich auch über das Programm "Grüne Plätze" der Wallonischen Region verwirklichen, in den Orten selbst oder etwa im Bereich der früheren Bahnlinie Maldingen-Weisten.  Auch die Gemeinde Burg-Reuland (sprich der Verkehrsverein, die Landwirte u.a.) soll in das Eu-Förderungsprogramm "Leader +" im Hinblick auf die Inwertsetzung der regionalen Erzeugnisse eingebunden werden.

 

Kleines Kulturerbe muss für die Nachwelt erhalten werden

SPGE

Burg-Reuland will ferner der Sozialen Wohnungsbaugesellschaft St.Vith/Eifel beitreten, damit das Bauerschließungsprojekt Kreuzberg (Thommen-Grüfflingen) endlich vorangetrieben werde.  Die Gemeinde wird auch in Sachen Abwasserklärung Nägel mit Köpfen machen müssen und schließt sich deshalb der Öffentlichen Wasserbewirtschaftungsgesellschaft (SPGE) an.

In Grüfflingen, Burg-Reuland und Oudler sollen Kläranlagen entstehen.  In den übrigen Dörfern müssen die Abwässer individuell d.h. mit Hauskläranlagen, entsorgt werden, wofür die Haushalte Prämien seitens der Wallonischen Region für die betreffenden Investitionen beanspruchen können.  Die Ortschaften Braunlauf und Thommen verfügen bekanntlich schon seit Jahren über Kläranlagen.
Nicht zuletzt soll die Bevölkerung bei der Streckenplanung der weiterführenden Landstraße von Grüfflingen nach Luxemburg mitbestimmen können.

(Text GRENZ-ECHO vom Donnerstag, den 19.02.2004 von SIMON Herbert)

Burg-Reuland präsentiert Leitschema in Namur

Nach zahlreichen Bürgerversammlungen und einer umfassenden Vorarbeit seit 2001 hat die aus Bürgern und Ratsmitgliedern zusammengesetzte örtliche Kommission der Ländlichen Entwicklung am 04. April das so genannte Kommunale Programm zur Ländlichen Entwicklung einstimmig festgelegt und vor allem auch eine Prioritätenliste für dieses von der Wallonischen Region grundsätzliche zu 80 Prozent unterstützte Langzeitprogramm über etwa zehn Jahre zur Förderung des Ländlichen Raums erstellt.  Der Gemeinderat schloss sich diesem Vorschlag vorbehaltlos an.


Gleichgewicht

Die mehr als 200 Seiten umfassende Akte soll am 09. Juni durch die Vertreter der Gemeinde und der ÖKLE der Regionalen Raumordnungskommission in Namur vorgestellt werden, damit das Leitschema bei einem günstigen Gutachten auch durch die Regierung der Wallonischen Region genehmigt werden kann.

Die ÖKLE hat eine Vorrangliste erstellt unter Berücksichtigung des Gleichgewichtes zwischen den Altgemeinden Reuland und Thommen und der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde für die Restfinanzierung.

Erste Phase :
Umbau der alten Schule in Grüfflingen zu einem Dorfhaus (306.984 €)
Platzgestaltung (346.944 €) und Verkehssicherheit  (277.390 €) im Dorfzentrum in Oudler ;  Umbau des Kulturhauses in Burg-Reuland (370.938 €) ; Bau einer belgisch-deutschen Fußgängerholzbrücke über die Our in Auel : 39.913 € ; Gestaltung des Zugangs zur Burgruine in Ouren : 96.739 €.  Total : 1,438 Millionen €

Eigentlich sollten diese Kosten die Ein-Millionen-Grenze nicht überschreiten, doch werden sich die Ausgaben durch die Beteiligung des Straßenbauministeriums an den Arbeiten in Oudler, durch den erhofften Zuschuss der Gemeinschaft am Projekt Kulturhaus in Burg-Reuland sowie durch die Aufteilung der Kosten für die Ourbrücke auf die Gemeinde Burg-Reuland und die Verbandsgemeinde Prüm auf geschätzte 1,098 Millionen verringern.

Ebenfalls auf der Prioritätenliste 1, allerdings nicht in der ersten Konvention, die zwischen der Gemeinde und der Wallonischen Region abgeschlossen wird - finden wir noch die Gestaltung der Ortsdurchfahrten Schirm, Thommen und Espeler (Verkehrssicherheit) sowie die Einrichtung eines Dorfhauses und einer Wohnung in der alten Schule in Thommen.  
Die Schwerpunkte der Priorität 2 lauten : Dorfhaus Oudler, Festplatz Oudler, Dorfhaus Maldingen, Gestaltung der alten Molkerei in Auel, Dorfkern Grüfflingen, Dorfkern Ouren und Klänanlage in Burg-Reuland.  Die Projekte der Priorität 1 sollen in den kommenden drei Jahren, die der Priorität 2 in den darauffolgenden vier Jahren ausgeführt werden.
Neben diesen Großvorhaben stehen aber auch viele Einzelmaßnahmen auf dem Programm der Ländlilchen Entwicklung, die im Zuge der ersten beiden Vorranglisten und gar in einer sich anschließenden Prioritätenphase 3 verwirklicht werden sollen.
Sie reichen von Informations-, Beratungs- und Bewusstseinsbildungsinitiativen aller Art (Orts- und Landschaftsgestaltung, Einzel- und Gruppenabwässerklärung der Haushalte, Broschüren, Internet, Natura 2000, Begegnung der Generationen) über kleinere Infrastrukurprojekte (Infotafeln, Bushaltestellen, Kulturerbe, Begrünung, Lehrpfade) bis zu sonstigen Anliegen (Verkehrsplanungen, Wohnungsbau, Ankauf/Abriss von Gebäuden).  Das KPLE von Burg-Reuland zählt insgesamt 48 einzelne Maßnahmen.

(Grenz-Echo vom 17. Mai 2004 von Herbert SIMON)

736.000 Euro für die Ländliche Entwicklung

Die Regierung der Wallonischen Region hat bei ihrer jüngsten Sitzung den kommunalen Plan zur Ländlichen Entwicklung 2004-2014 für die Gemeinde BURG-REULAND sowie die erste damit zusammenhängende Konvention, die drei Projekte umfasst, genehmigt.  
Der Regionalabgeordnete Herbert Grommes teilte mit, dass der zuständige Regionalminister Benoît Lutgen ihm diese Entscheidung bestätigt habe.

Die Konvention umfasst die Renovierung und Umgestaltung der alten Schule Grüfflingen zu einem Informations -und Empfangsbüro (220 000 Euro) die Neugestaltung des Dorfzentrums von Oudler in zwei Phasen (314 000 Euro, durch das MAT kofinanziert) sowie die Umgestaltung des "Kulturhauses" in Burg-Reuland (202.000 Euro, durch die Deutschsprachige Gemeinschaft kofinanziert).  Die Wallonische Region steuert somit 736.000 Euro, d.h.80 Prozent der Gesamtkosten zu den drei Projekten bei, deren Verwirklichung insgesamt auf den Gesamtbetrag von 1.118.550 Euro geschätzt wird.
Jährlich werden auf dem gesamten Gebiet der Wallonischen Region etwa zehn Millionen Euro in die Ländliche Entwicklung investiert.