Realisierung Dorfplatz Oudler

Bis Weihnachten hat Oudler einen schmucken Dorfplatz


Insofern die Witterung ein zügiges Fortschreiten der Arbeiten zulässt, darf sich die Ortschaft Oudler spätestens zum Weihnachtsfest über einen völlig neu gestalteten Dorfplatz freuen.

Schon jetzt ist deutlich erkennbar, dass der Dorfkern von Oudler bzw. der unmittelbare Bering der Pfarrkirche einen völlig neuen Anstrich erhalten wird. Wuchtige, mit Bruchsteinen gefüllte Drahtgitterkörbe, so genannte Gabione, grenzen den Platz zur viel befahrenen Luxemburger Straße ab. Die verwendeten Bruchsteine aus dem luxemburgischen Larochette sind farblich identisch mit jenen der Pfarrkirche.


Großprojekt

Dass seit dem Abriss des baufälligen Hauses Meyer an der Kreuzung der Luxemburger Straße mit der Thommener Straße nicht weniger als sechs Jahre ins Land verstrichen, bis die eigentlichen Baumaßnahmen in Angriff genommen werden konnten, lag nicht nur daran, dass die Mühlen der Ländlichen Entwicklung, über die das Vorhaben größtenteils finanziert wird, sehr langsam mahlen, sondern auch an dem Umstand, dass die Gestaltung des Dorfplatzes mit der Erneuerung des Kreuzungsbereichs mitsamt Straße und Kanal einhergeht. Mit der Planung des Gesamtvorhabens wurde der Eupener Landschaftsarchitekt Heinz Winters beauftragt. Ausführendes Unternehmen ist die Vitha Travaux SA (Wickler) aus Oudler selbst. Veranschlagt sind 85 Arbeitstage.


 

Die Kosten der eigentlichen Dorfplatzgestaltung belaufen sich auf 542000 Euro, wobei die Gemeinde Burg-Reuland Fördergelder in Höhe von 80 Prozent der Kosten aus dem Programm der Ländlichen Entwicklung in Anspruch nehmen kann. In diesem Betrag noch nicht enthalten sind die Kosten für die Beleuchtung der Pfarrkirche. Darüber muss das Reuländer Gemeindekollegium in Kürze befinden.

Bei der Planung des Platzes musste dem Höhenunterschied von rund 5-6 Metern zwischen der Pfarrkirche und der Luxemburger Straße Rechnung getragen werden. »Um diesen zu überbrücken, haben wir auf viel Mauerwerk zurückgegriffen«, erläuterte Heinz Winters gestern bei einer Baustellenbesichtigung. Die untere Mauer rückt zwar recht nahe an die Straße, doch bleibt hier ausreichend Platz für die spätere Anlegung eines Bürgersteiges.


Drei Bereiche

Die Ecke an der Kreuzung mit der Thommener Straße wurde abgerundet, um den Verkehrsteilnehmern ein übersichtlicheres Einfädeln in die Luxemburger Straße zu ermöglichen. Ohnehin soll dieser gefährliche Kreuzungsbereich im Zuge des Gesamtprojekts verbessert werden.

Der eigentliche Dorfplatz gliedert sich in drei Bereiche. Der mittlere Hauptplatz aus einer wassergebundenen Wegedecke wird einen Dorfbrunnen mit einem Kranz aus Natursteinpflaster erhalten. Die recht hohe Brüstung dieses Platzes wird durch ein Gitter gesichert. Der untere Nebenplatz soll eine Verbindung zu der bestehenden Treppe von der Luxemburger Straße her schaffen, die erhalten bleibt und aufgewertet wird. Auf diesem Platz ist ferner eine Hangrutsche vorgesehen, die möglicherweise durch ein zweites Spielgerät ergänzt werden kann. Auf dem oberen Platz entstehen zehn Pkw-Stellplätze und ein Behindertenparkplatz, die in Rasenpflaster bzw. Betonsteinpflaster gehalten sein werden. Letzteres gilt ebenfalls für die vorgesehene Rampe zwischen Haupt- und Parkplatz. Die beiden neuen Treppen von den Plätzen hinauf zur Pfarrkirche werden in Betonblocksteinen mit einer veredelten Oberfläche gestaltet. Die Zufahrt zur Kirche und zum dahinter liegenden Pfarrhaus bleibt erhalten. Ferner soll eine indirekte Beleuchtung mit Bodenleuchten und Reflektorlampen dem Platz zu abendlichem Glanz verhelfen.

 

(GRENZ-ECHO vom 08.10.2009 Bilder und Text von Arno Colaris)




... und pünktlich zur Weihnachtszeit erstrahlt der neue Dorfplatz in Oudler  in abendlicher Weihnachtsstimmung ...