Renovierung des Fussballplatzes in Oudler

Nach "Renovierung" hat Rapid Oudler endlich wieder trockene Füße ...

Seit über drei Jahrzehnten schreibt die SG Rapid Oudler in der Eifel regionale Fußballgeschichte und mit über 250 Mitgliedern gehört der Club unbestritten zu den dynamischten nicht nur in der eigenen Gemeinde, wo es weiterhin der einzige offizielle Fußballverein ist.

Die Gemeinde Burg-Reuland stand dem ersten Sportclub auf seinem Gebiet stets positiv gegenüber.  So wurden bereits vor mehr als zwölf Jahren zwei Fußballplätze angelegt, die den zahlreichen Mannschaften und Spielern bei Trainingseinheiten wie Meisterschaftsspiele den passenden Rahmen boten.  
Nur wurde leider sehr schnell deutlich, dass das Drainagesystem des A-Platzes keineswegs den heutigen Ansprüchen gerecht wurde, so dass die Kicker in Regen- und Winterperioden meist knöcheltief im Morast versanken.


In Wolle "verpackt"

"Die Drainage lag viel zu tief im Boden und war somit von Anfang an ineffizient.  Hier herrschte schon früh akuter Handlungsbedarf", so der Präsident, Walter SCHLABERTZ.  
Vor zwei Jahren entschlossen sich die Kommunalpolitiker in Zusammenarbeit mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft, den A-Platz an der Thommener Straße neu zu gestalten.

Die praktischen Arbeiten begannen im Juli letzten Jahres und standen unter der Regie der Firmen Vitha-Travaux und Elsen, die ihrerseits wiederum sachkundige Subunternehmen mit verschiedenen Spezialaufgaben beauftragten.  
Zunächst wurde die gesamte Erdschicht abgetragen.  Anschließend wurde die Drainage komplett neu verlegt und mit spezieller Wolle, die ein Verschlammen der Rohre vermeiden soll, "verpackt".  Auf dieses Abwassersystem wurde alsdann eine 15 Zentimeter dicke Lavaschicht verteilt, bevor 25 Zentimeter Mutterboden als Nährboden für die Grasnarbe ausgelegt wurden.  Gerade die Erdarbeiten wurden von holländischen Spezialisten, die sich auch für Fußballstadien höheren orts verantwortlich zeichnen durchgeführt.

Im Spätsommer des vergangenen Jahres säte man das neu gestaltete Spielfeld schließlich ein.  "Hierbei hatten wir etwas Pech mit dem Wetter, da die anhaltende Trockenheit und Hitze des vorigen Sommers das Wachstum stark hemmte", so der Präsident.


Keineswegs trocken

Aus diesem Grund mussten die Verantwortlichen die Rasenfläche regelmäßig sprengen - ein Projekt, das aber gelungen scheint, wenn man heute die dichte und vorallem feste Grasnarbe betrachtet, so Walter Schlabertz.  Das Gesamtprojekt kostete 100.000 €, wovon die Gemeinschaft sechszig Prozent und die Gemeinde die restlichen vierzig Prozent übernahm.

Die Befürchtung von Kritikern, der Platz könne durch das ausgeklügelte neue Drainagesystem zu trocken werden, kann Walter Schlabertz so nicht stehen lassen.  "Die Drainage funktioniert einwandfrei und wir vom Vorstand sind der Ansicht, dass es künftig besser ist, den Rasen regelmäßig zu sprengen als wie in der Vergangenheit bei Schlechtwetterphasen im Schlamm stehen zu müssen".

Doch nicht nur der A-Platz wurde einer "Renovierung" unterzogen, auch die übrigen Spielfelder.  
Der B-Platz, auf dem in der vergangen Saison alle Spiele stattfanden - die Trainingseinheiten wurden auf den Plätzen der Amateurklubs in Aldringen, Maldingen und Burg-Reuland durchgeführt -, bekam eine Vertidrain-Kur verpasst.
Hierbei wird der Boden aufgelockert und mit Hilfe von Sand durchlässiger gemacht.  "Dieses Verfahren kostet nicht viel tut aber vor allem der Grasnarbe gut", weiß der Vorsitzende von andernorts.

"Wir werden uns jedenfalls darum bemühen, dieses Geschenk von Gemeinschaft und Gemeinde zu hegen und zu pflegen", versichert Walter SCHLABERTZ.


Lagerschuppen wurde zur neuen B-Kantine

Demnächst steht der SG Rapid Oudler mit dem instandgesetzten B-Platz ein zweites mustergültiges Spielfeld zur Verfügung.  
In Eigenregie wurde die Schaffung des so genannten C-Platzes vorangetrieben.  Dieses "kleine" Spielfeld soll eher für Trainingseinheiten genutzt werden, wenngleich die Diablotins und Prenimes dort ihre Meisterschaftsspiele austragen könnten.

Wichtig bei den intensiven infrastrukturellen Erneuerungen bei der SG Rapid Oudler darf sicher die B-Kantine bezeichnet werden.  Aus dem anfänglich als Lagerschuppen konzipierten Gebäude am B-Platz wurde mit viel Eigenleistung eine schmucke Kantine geschaffen, die den Zuschauern eine angenehme Bleibe bietet. "Man sieht also, in Oudler wird geschafft", stellte Walter Schlabertz stolz fest.
 

(Text : Grenz-Echo vom 16.07.2004 von Herrn HENNEN Gerd)

 

Herzlichen Glückwunsch zu dem neu gestalteten Fußballgelände !