Renovierung des Kulturhauses

Das Reuländer Kulturhaus erstrahlt bald in neuem Glanz

Renovierung steht vor dem Abschluss / Behindertengerechter Zugang und Pelletsheizung


Die grundlegende Renovierung des Reuländer Kulturhauses steht vor dem Abschluss. In etwa einem Monat wird die ehemalige Mädchenschule in völlig neuem Glanz erstrahlen und zudem modernen Energiestandards genügen.

Mit der offiziellen Wiedereröffnung will die Gemeinde Burg-Reuland nach Angaben von Bürgermeister Joseph Maraite bis im Frühjahr warten. Anfang April ist im Kulturhaus eine Ausstellung von Skulpturen, Ikonen und Holzschnitten des aus Ouren stammenden Bruders Joseph Belling aus dem Kloster Maria Laach geplant. Angereichert wird die Schau zudem mit Werken von Roger Greisch, dessen Todestag sich im kommenden Jahr zum zehnten Mal jährt.


Der erste offizielle Anlass im frisch renovierten Kulturhaus wird unterdessen der traditionelle Neujahrsempfang der Gemeinde Anfang Januar sein.

Die insgesamt 600 000 Euro teure Renovierung des Gebäudes wurden teils mit Mitteln aus der Ländlichen Entwicklung (80 Prozent Beihilfe der Wallonischen Region), teils mit Zuwendungen der Deutschsprachigen Gemeinschaft (60 Prozent) bewerkstelligt. Die Restkosten übernimmt die Gemeinde.

 

Nach über 20-jähriger Nutzung - die letzte Renovierung erfolgte 1982 - war eine Frischzellenkur für das Gebäude vonnöten. Sie umfasste folgende Arbeiten: Trockenlegung der Außenmauern, neue Schieferdeckung, neue Türen und Fenstern, Einbau einer Kläranlage, Erneuerung der Sanitäranlagen und der Elektroanlage. Auch wurde das Gebäude behindertengerecht gestaltet, mit entsprechendem Haupteingang und einem Aufzug. Zudem wurden die Öl- durch eine Pelletsheizung ersetzt. Die Böden (Fliesen/Parkett) wurden erneuert und alle Räumlichkeiten mit einem frischen Abstrich versehen. Sowohl Architekt Freddy Schwall als auch der Generalunternehmer Trageco-Bat und die verschiedenen Subunternehmen aus der Region arbeiteten zur vollsten Zufriedenheit der Gemeinde.

Das Heimatmuseum wird wie bisher im zweiten Stockwerk angesiedelt bleiben. Die im ersten Stockwerk angesiedelte Mediothek wird derweil durch das Entfernen von Trennwänden über deutlich mehr Platz verfügen.(arco)



(Bericht und Bilder von Arno Colaris GRENZ-ECHO vom 20.09.2008)