Kinderbibeltage 2015 im Pfarrverband Burg-Reuland

Kinderbibeltage im Pfarrverband Burg-Reuland

Schon zum zweiten Male fanden im Monat August die Kinderbibeltage in Grüfflingen statt.

23 Kinder vom zweiten bis zum 6. Schuljahr, 7 Jugendliche und 6 Erwachsene haben sich in den Räumen der ‚Alten Schule‘ während drei Tagen mit dem Vaterunser auseinandergesetzt. Die Einführung in den Tag wurde von Pastor Willy Margraff nach dem „Weg der religionspädagogischen Praxis“ gestaltet. Danach haben die Kinder unter der Leitung der Erwachsenen und mit Hilfe der Jugendlichen das Thema auf kindgemäße Weise überlegt und gestaltet. Aus den ersten Gedanken des Vaterunsers wurden Gruppen gebildet und Namensschilder hergestellt. Nacheinander überlegten die Kinder, was die einzelnen Sätze des Gebetes bedeuten: Vater unser im Himmel / Geheiligt werde dein Name / Dein Reich komme / und unser tägliches Brot gib uns heute. Dazu wurde das Mittebild im Kreis immer deutlicher ausgebaut, so wie es auf den Fotos zu erkennen ist. Hinzu kamen noch konkrete Aktionen wie Stockbrot kneten, backen und essen, ein Vaterunserbändchen aus Perlen gestalten, ein Mobile mit vielen Gedanken zu Gottes Reich basteln, Gruppenbilder zum Thema herstellen, usw. Das mitgebrachte Picknick schmeckte in der Gruppe natürlich viel besser als zuhause. Die Jugendlichen hatten Spiele für die Freizeit vorgesehen und auch ein großes Spiel aufgebaut. Der Abschluss lag in den Händen von Pastor Willy, wo am Mittebild weitergestaltet und auch gebetet und Gottes Wort aus der Bibel gehört wurde. Eine Gitarrengruppe  unterstützte den Gesang der Kinder.

Die Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben begeistert mitgemacht und wahrscheinlich gibt es im nächsten Jahr wiederum Bibeltage aber zu einem anderen Thema. 

KARNEVAL 2015

Möhnenempfang im Jugendheim in Grüfflingen am 12. Februar 2015

KARNEVAL 2015

Bilder von Vanessa Greven
 

Möhnenempfang im Kulturhaus in Burg-Reuland am Donnerstag, 05.02.2015.

Neujahrsempfang 2015

Grenz-Echo vom 19.01.2015 - Herbert Simon

Neujahrsempfang: Auch dramatische Tagesaktualität war Thema

„Noch nicht vom Aussterben bedroht“


Bei den traditionellen Neujahrsempfängen der Gemeinden überwiegen die kommunalpolitischen Themen, doch bei der Zusammenkunft am Samstag, 19.01.2015 in Burg-Reuland holte die brutale Tagesaktualität alle Teilnehmer ein.

Bürgermeister Joseph Maraite kam nicht umhin, auf die tragischen Ereignisse rund um den radikalislamischen Terror und seinen blutigen Folgen in Paris und Verviers einzugehen. Genau wie die aufmerksamen Zuhörer seiner Ansprache im Reuländer Kulturhaus stellte er sich Fragen, wie dieser sinnlosen Gewalt entgegengetreten werden kann. Auch deswegen, weil Verviers in Reichweite zu Ostbelgien liegt: „In der Zwischenzeit ist der islamische Terrorismus buchstäblich vor unserer eigenen Haustür angekommen.“

Jedenfalls dränge sich vor diesem tödlichen Hintergrund eine harte und ernüchternde Erkenntnis auf, die zugleich Angst mache: „Diese dramatischen Erfahrungen führen uns die Brüchigkeit eines friedvollen Neben- und Miteinanders bedrohlich nah vor Augen. Dass sich zeitgleich Millionen Menschen aufraffen, um stillschweigend gegen Terror und für Toleranz, gegen Hass und für Respekt zu demonstrieren, mag uns sicher alle ermutigen. Aber reicht das?“ Doch auch das jüngste Gedenken an die tragischen Ereignisse vor nunmehr siebzig Jahren, als die Ardennenoffensive durch unsere Heimat eine mörderische und zerstörerische Spur zog, hätten auf dramatische Weise vor Augen geführt, was Kriege in ihrer unerbittlichen Sinnlosigkeit anrichten könnten“, rief Joseph Maraite in Erinnerung: „Deshalb tragen wir alle gemeinsam ein hohes Maß an Verantwortung für die nachrückenden Generationen, damit sie von solchen Gräueln verschont bleiben.“

„Auch Burg-Reuland muss diese Suppe mit auslöffeln.“

Der Bürgermeister lenkte die Aufmerksamkeit aber in erster Linie auf seine Gemeinde. Und so nahm er die neuen Herausforderungen, die angesichts der damit einhergehenden finanziellen Mehrbelastungen zu bewältigen sind, kritisch unter die Lupe. So etwa die Schaffung der Hilfeleistungszone: „Eine Reform, die gerade in der Eifel niemand gewollt hat, die wir jedoch nun alle gemeinsam umsetzen müssen. Auch Burg-Reuland muss diese Suppe mit auslöffeln.“ Denn das angestrebte Höchstmaß an Sicherheitsqualität für die Bevölkerung sei letztendlich vor allem abhängig vom Einsatz des Brandschutz- und Notrettungswesens vor Ort: „Dieser Dienst war stets vorbildlich und wird auch weiterhin optimal bleiben. Von daher hege ich die berechtigte Hoffnung, dass die Feuerwehr- und Rettungskräfte in ihrem Ehrenamt nicht abgeschreckt werden, da wir weiterhin buchstäblich jeden verfügbaren Mann benötigen.“

Joseph Maraite beleuchtete in der Folge viele kommunalpolitische Themen. Den roten Faden bilden die Anstrengungen für eine Belebung des Wohnungsbaus, des Arbeitsplatzangebotes und der Lebensqualität, Voraussetzungen, damit den Abwanderungen junger Familien entgegengewirkt wird und neue Ansiedlungen ermöglicht werden können. So soll Interessenten erschließbares und bezahlbares Bauland demnächst in den neuen Baugebieten in Grüfflingen (Kreuzberg), Al-dringen und Lascheid angeboten werden. Neue Perspektiven verspricht die Erweiterung des Gewerbegebietes in Grüfflingen/Schirm.

Jedenfalls stimmten nicht zuletzt die aktuellen Schülerzahlen zuversichtlich, unterstrich Joseph Maraite: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Burg-Reuland ist noch nicht vom Aussterben bedroht.“ Weitere wichtige Akten sind etwa die Sanierung der Gemeindeschule Paul Gerardy in Burg-Reuland, die N62 („konkrete Planung nimmt zwei Jahre in Anspruch“), das Dorfhaus in Thommen, die Verkehrsberuhigung in Grüfflingen/Thommen, die Fortsetzung der Ländlichen Entwicklung, die die Gemeinde auch dank der Bürgerbeteiligung inzwischen sichtbar lebenswerter gemacht habe, der Seniorenbeirat u.a.m.

Tatsache sei aber auch, dass der finanzielle Spielraum der Gemeinde eng bleibe. „Eine denkbare neue Einnahmequelle könnte vielleicht in der Besteuerung von Hanf- oder Cannabisplantagen liegen“, rang der Bürgermeister diesem sehr ernsthaften Anliegen, das Burg-Reuland in die Schlagzeilen gebracht hat, durchaus eine humorvolle Note ab. Ihn freut aber mit Blick auf den Bürgersinn auch, dass „im Gemeinderat mittlerweile stärker an einem Strick gezogen wird“, so jedenfalls seine abschließende Einschätzung.


Verdienstvolle Mitarbeiter geehrt

Anlässlich des Neujahrsempfangs in Burg-Reuland ehrte das Gemeindekollegium mehrere Personen für ihr Engagement im Dienst an den Mitmenschen und an der Gemeinde. Das bürgerliche Ehrenzeichen erster Klasse erhielten zwei Lehrpersonen, die auf eine 25-jährige Berufstätigkeit zurückblicken können: Monika Hüweler und Rosemarie Fank. Ebenfalls seit 25 Jahren im Einsatz sind zwei Mitarbeiter des Bauhofs: Rudi Houscheid und Rainer Steils. In den Ruhestand verabschiedet wurden die Lehrpersonen Renate Wangen, Maria Thommen, Monique Heinen und Resi Heinen. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit beim Dachverband für Tourismus wurde schließlich Theo Majeres (80) ausgezeichnet. 

 

Bild Herbert Simon








Bild Herbert Simon