Die Landwirtschaft und wie sie früher war !

In Aldringen und Umgebung hat sich eine Gruppe von meist älteren Bauern und Bäuerinnen zusammengefunden um die früheren Arbeitsmethoden in der Landwirtschaft zu erhalten.  Von Hand und mit einfachen Maschinen werden die anfallenden Arbeiten so vorgeführt wie es unsere Vorfahren taten.

Im Frühling fing es an mit der Bestellung der Felder.  Während der Fuhrmann mit einem Ochsengespann die Eggen über den Acker zog hatte der Sämann ein Bettlaken um die Schultern gespannt um den Samen auszustreuen.
Kartoffeln wurden selbstverständlich schön eine nach der anderen in die Furche gelegt.
Wenn der Heumonat Juli kam wurde das Gras mit der Sense gemäht, mit Gabel und Rechen gedreht, auf Haufen oder Böcken (Heureuter) getrocknet bevor es unter viel Schweiß zur Scheune gebracht wurde.

Ebenso mühevoll verliefen die Getreide und Kartoffelernten.

Im Herbst oder im Winter wurde das Korn vor oder in der Scheune gedroschen.  Allein für diese Arbeit sind seit jeher die verschiedensten Methoden angewandt worden.  Über Jahrhunderte wurde diese Arbeit mit sehr primitiven Mitteln erledigt u.a. mit einem GÖPEL, lange bevor der Motor seinen Einzug in der Landwirtschaft hielt.  Ochsen und Pferde, welche ständig im Kreise übertrugen so ihre Kraft auf eine Welle, welche dann mit hoher Drehzahl etwas antreiben konnte.  Besonders für Mühle und Dreschmaschine war dies ein großer Fortschritt.  Einen solchen betriebstüchtigen GÖPEL kann man heute noch in Aldringen bewundern, obschon seine Artgenossen vor mehr als 50 Jahren beim Schrothändler landeten.

Alljährlich wird die Traditionsgruppe zu mancherlei Anlässen aktiv.  Neben kleinerem Material ist der Göpel immer wieder die Hauptattraktion.  Nicht zu übersehen die beiden vor Kraft strotzenden Ochsen Max und Moritz von denen jeder 1.200 kg auf die Waage bringt.  Mit etwas Glück kann man beim Spaziergang durch die schöne Ortschaft Aldringen die beiden Athleten beim Training sehen.

Oft wird auch im Herbst der Mähbinder in Betrieb genommen oder die Kartoffeln werden mit Pferdegespann und Handkörben geerntet.

Adinkerke, Ypern, Brüssel, Maubeuge (Frankreich), Waremme, Prüm und Hatzenport bei Koblenz sind nur einige Städte, wo die Gruppe zu Gast sein durfte.

Der Turnverein Rocherrath studierte einige akrobatischen Nummern mit den Ochsen ein.