Auel in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

Im September 1944 wurde Auel durch den Rückzug der deutschen Truppen und der alliierten Befreier stark in Mitleidenschaft gezogen.  
In einem Leserbrief in der Tageszeitung vom 15. März 1946 heißt es u.a. : "Eine deutsche Panzerkolonne suchte nach Rache für ihren mißglückten Sieg und verbrannten beim Durchzug hier die Hälfte des Dorfes.  Dadurch wurden die meisten Familien gezwungen bei ihren Nachbarn Unterkunft zu suchen".  "Auel war zu sechzig Prozent zerstört, ohne Eisenbahn, ohne Licht und als einzige Verkehrsverbindung ein schlechter Weg ..."  
Aloys Paquet schildert dann in einem weiteren Grenz-Echo Artikel die katastrophale Lage der kleinen Eifelgemeinde nach dem Krieg wie folgt :"Strom, das scheint so ein Märchenwort zu werden; wir warten nämlich nun schon über ein Jahr, aber erfolglos.  Strom in dieser Gegend und besonders für schwer sinistrierte Dörfer wie Auel dürfte unser Dorfleben und besonders den Wiederaufbau bedeutend leichter gestalten.  Karbidlampen und Petroleumlampengläser sind fast unmöglich aufzutreiben, besonders da wir wegen der schlechten Straßen und unbestehender Eisenbahn nirgendwo hinkommen.  
Dieser Lichtmangel verschlimmert schon an und für sich schwierige Wohnungszustände, da manchmal zwei Familien in demselben Hause sich mit derselben Lampe begnügen müssen.  Wie viele Werkstätten liegen lahm.  
Unsere Bauern haben allerlei Kniffe gebrauchen müssen ..."