Die Kapelle

Kapellenbau

Im Jahre 1695 ließ der Pfarrer von Burg-Reuland, Mathias BREITFELD, auf eigene Kosten eine Kapelle errichten zur Ehre "Unserer Lieben Frau von Luxemburg", die im Jahre 1704 benediziert wurde.
Sie gehörte zur Pfarre Thommen.  1803 wurde sie Filialkirche von Burg-Reuland.
1865 wurde die alte Anlage wegen Baufälligkeit durch einen Neubau ersetzt, wobei man einzelne Architekturteile von jener wieder verwendete.  Das schmucke Innere des hl. Gotteshauses zeigt einen holzgeschnitzten Altar des 18. Jahrhdt.  Die alte, einarmige Madonna auf einem Seitenaltar, die nachweislich aus dem nahegelegenen Brachter Schloß stammt, ist wohl zu Recht das Prunkstück der kleinen Rektoratskirche.  Auf den seitlichen Holzwänden erkennt man die Barockfiguren des hl. Franziskus und des hl. Ignatius.

Die Glocken

Die älteste der beiden Glocken stammt aus dem Jahre 1698 und ihre Inschrift lautet "VIGILATE ET ORATE DEO CONFIDENTES" (Wachet und betet, indem ihr auf Gott vertraut).  Auf dem Glockenrand sind noch die Abbildungen zweier Jagdszenen : ein hoch zu Roß sitzender Jäger verfolgt mit zwei Hunden ein Wildschwein, und ein Bauer will einen Hirsch mit der Heugabel erlegen.
Im ersten Weltkrieg wurde eine der beiden Glocken aus dem Turm entfernt und blieb verschollen, d.h. sie wurde eingeschmolzen.  An ihrer Stelle wurde im Jahre 1925 bei Slegers-Causard in Tellin eine neue gegossen.  Sie wurde ebenfalls im 2. Weltkrieg eingeschmolzen.
Im Jahre 1953 wurde eine neue Glocke gegossen mit der Inschrift „SANCTA DIE GENITRIX MISERIS SUUCCURIT IN HORA (Die hl. Muttergottes hilft den Erbarmungswürdigen in der Stund).  Man hat diesen Spruch von der im Krieg abhanden gekommenen Glocke übernommen.  Auf der Glocke ist noch eine Abbildung der Schmerzhaften Muttergottes.  Die Glockenweihe fand im Jahre 1954 statt.

 

 

Engelstrompeten erschallen in Bracht

Dass Priester einen direkten Draht zum Himmel haben, beweist in diesen Tagen die Blumenpracht von Kaplan Ludwig Hilger. So mancher Tourist und Wanderer, der durch den idyllischen Weiler Bracht flaniert, hat bereits vor dem Haus des Geistlichen Halt gemacht und gestaunt. In einem großen Pflanzenkübel gedeiht dort eine »Engelstrompete« der besonderen Art. Rund zwei Meter groß mit einer üppigen Blütenpracht besticht diese Pflanze durch Größe und Duft gleichermaßen. Bei Kaplan Ludwig Hilger scheinen die Engel demnach besonders laut zu trompeten, damit die »Dorfschäflein« auch ja keine Messfeier verpassen...

 

Der Friedhof

Seit dem Jahre 1934 verfügen die Brachter Einwohner über einen eigenen Friedhof, auf dem sich ein wünderschönes Kriegerdenkmal befindet, welcher eine sehr große Bedeutung für die Bevölkerung hat, da es ein Spiegelbild der Seele des Dorfes ist.