Brauchtumspflege

Einen uralten Brauch, der auch jetzt noch in Braunlauf gepflegt wird ist das Mutzenfest der Schulkinder.  Sie ziehen vor dem ersten oder zweiten „Fetten Donnerstag“ durchs Dorf und sammeln die notwendigen Zutaten für das Mutzenfest.  Dabei singen sie folgendes Heischelied :

„Hier kommen die kleinen Knäbelein ;
Sie heischen große Stückelein,
Sankt Petrus ist der heilige Mann,
der den Himmel schließen kann.
Die Mutter stellt die Leiter an die Wand
Und nimmt das Messer in die Hand.
„Schneck hie, schneck deef,
en decke fette Jreef.
Wenn de Man keent, sat dir d’Katz hätt’e jewohlt“.

Vor 25 Jahren war es üblich, dass die Mutzen im Elternhaus eines jeden Kindes gebacken und verzehrt wurden.  Seit dem Bestehen von „Brunefa“ werden sie jedoch am Tag nach dem Backen in einem eigens dafür hergerichteten Raum im Brunefa gegessen.

Klapperjungen

Die Dorfjungen ziehen mit Holzklappern oder Ratschen in der Karwoche von Gründonnerstag bis Karsamstag durchs Dorf und ersetzen das Geläut der Glocken.  Sie singen folgendes Lied :

Zehof, zehof, zehof.
De Tömmer Jecken sen all doof.
Sie fällen all iver een Hof.
Zehof, zehof.





Kaafstreien

Beim „Kaafstreien“ geht es leiser zu.  
Dieser Brauch wird noch regelmäßig von den Junggesellen gepflegt. In der Nacht vor der Hochzeit, sei es im Ort selbst oder auch im Nachbardorf wird Kaaf, d.h. Spreu, vor das Haus der „Verschmähten“ oder des verunglückten Freiers gestreut, als Zeichen der fruchtlosen Bemühungen des Betroffenen oder als Beileidsbezeugung.

Freierströppen

Das „Freierströppen“ ist ebenfalls eine „Aufgabe“ der Junggesellen.  Findet ein Auswärtiger, d.h. ein nicht ein nicht dorfansässiger Jüngling gefallen an einer „Dorfschönen“, so ruft das die Junggesellen auf den Plan.  Der vorangehende Bräutigam muss seine Zukünftige loskaufen in Form von einem Fass Bier, das dann an einem gemeinsamen festgesetzten Abend im besten Einvernehmen zusammen getrunken wird.

Kirmesbrauch „Das traditionnelle Krugschlagen“

Der Brauch des Krugschlagens zum Kirmesausklang besteht seit altersher und symbolisiert aller Wahrscheinlichkeit nach den letzten Höhepunkt der Kirmesfeiern.