Die Kirche in Braunlauf

Im Jahre 1704 genehmigte Erzbischof Joseph Clemens v. Köln die Errichtung einer Kapelle in Braunlauf.  Im Jahre 1898 wurde sie restauriert und eine Sakristei angefügt.   Es handelte sich um einen einfachen gekälkten Bruchsteinbau und Rundfensterbogen.  Seit 1970 wird sie als Schuppen benutzt und ihres Westturmes beraubt.

Die neue „St.Joseph Kapelle“ in Braunlauf inmitten eines eingefriedeten Grundstücks, Bau mit separatem Glockenturm und gebaut nach den Plänen des Architekten M. Roert aus Gouvy und sie wurde am 06. März 1966 durch Bischof Van Zuylen eingeweiht.

Die sieben Fußfälle

Eine alte Gebetsform, die seit Ende des 17. Jahrhunderts in manchen Eifelorten, so auch in Braunlauf, tief in der Volksfrömmigkeit verwurzelt war, soll im Rahmen der Ländlichen Entwicklung neu belebt werden : die sieben Fußfälle.

Es ist im deutschen Sprachraum die älteste Form des Kreuzweges.  
An sieben Stellen des Dorfes - in Braunlauf waren sie durch Kreuze gekennzeichnet, andernorts hat man mit Gittern versehene Heiligenhäuschen errichtet - wurde bei bestimmten Anlässen gebetet.

In Braunlauf waren es die älteren Schulkinder, die diesen Weg der Fußfälle begingen und für Schwerkranke und Sterbende beteten.  
In anderen Dörfern verrichteten auch Erwachsene diesen Dienst des Fürbittengebetes.  In den letzten Jahrzehnten ist der Glaube mehr und mehr in die Privatsphäre zurückgedrängt worden ; man bekundet ihn kaum noch in der Öffentlichkeit.  So ist auch dieser fromme Brauch der Fußfälle verschwunden.

2003 wurden in Braunlauf die verfallenden Kreuze wieder restauriert.  Am Karfreitag, dem 18. April, wurde erstmals wieder vor diesen Kreuzen öffentlich gebetet : Die Kinder des Pfarrverbandes Thommen gestalteten ihren Karfreitgottesdienst entlang dieses Weges.  
Auch viele Erwachsene aus Braunlauf und den umliegenden Ortschaften nahmen daran teil. Ein alter Brauch wurde so wiederbelebt.