Wasser

Die Dorftröge

Früher als es noch keine Wasserleitungen gab, mussten die Leute „das kühle Naß“ aus dem Brunnen holen.  Sie füllten meist zwei große Eimer mit Wasser und trugen sie nach Hause.  Dazu legten sie ein Joch über ihre Schultern und hängten an beiden Seiten das schwere Wassergewicht.  Der Brunnen war für alle Dorfbewohner der Mittelpunkt.  Es existierten hauptsächlich Zieh –und Laufbrunnen.  
Beim Ziehbrunnen hing an einem stabilen Seil über einer Rolle ein Schöpfeimer, mit dem man das Wasser sehr mühsam aus dem Brunnenschacht hochziehen musste.  Bei den Laufbrunnen wurde das Wasser in hölzernen Rohren zum Brunnen geführt und lief dort in einen langen Trog, aus dem auch das Vieh saufen konnte.  
Der „Dorftrog“ in Lascheid stand und steht heute noch immer mitten im Dorf, neben der Kapelle.
Dieses Trogwasser kam in Lascheid aus der „Burrejass“, wo etwa 10 Bauern im Jahre 1990 eine „Wassertankstelle“ für das Vieh eingerichtet haben.  Nach und nach haben viele Familien selbst einen Brunnen bei sich daheim gegraben um der schweren Arbeit des Wassertragens zu entgehen.  In den Jahren 1965, 1966 hatten schon verschiedene Familien ihre eigene Wasserleitung gelegt aber diese Leitungen waren mit verschiedenen Problemen verbunden.

Die jetzige Wasserleitung wurde im Jahre 1970 angelegt und am Katharinenmarkttag floss das erste Wasser durch die neuen Leitungen.
Der „Dorftrog“ wurde in einem Projekt der „Ländlichen Erneuerung“ renoviert.