Die Kirche

In kirchlicher Hinsicht hat Lengeler immer zur Pfarrei Dürler gehört. Wann die erste Kapelle erbaut worden ist lässt sich nicht feststellen. Sie wird zuerst erwähnt in dem Visitationsbericht des Dechanten des Dekanates Stavelot und des Pfarrers von Aldringen im Jahre 1728.

Der Visitationsbericht ist auch deswegen bemerkenswert, weil er von einem sonderbaren Brauch erzählt, welcher damals in Lengeler ausgeübt wurde. Es heißt dort : In Lengeler werden die Kinder, welche vor der Taufe gestorben sind, auf dem Altar des heiligen Dionysius und Cornelius vor einem angeblich wundertätigen Bild aufgestellt.

Wenn sich dann an den verstorbenen Kindern eine gewisse Röte oder Tränen in den Augen oder irgendwie Blut oder ähnliche Merkmale zeigen, so wird angenommen, dass, noch Leben in demselben sei, und sie werden von einer Frau aus dem Dorfe namens Catharina Michels bedingungsweise getauft. Der Dechant macht diesem Missbrauch ein Ende indem er die Spendung der Taufe an solchen verstorbenen Kindern strengstens untersagt, da alle angeführten Merkmale nicht beweisen, dass die Kinder noch lebendig seien. Dionysius und Cornelius sind Nebenpatrone der Kapelle. Hauptpatron ist der hl. Johannes der Täufer und so sehen wir auch die Taufe Jesu im Jordan auf dem alten Altarbild in Lengeler dargestellt.

Nebenpatronin war auch die schmerzhafte Mutter Maria.