Die Brücke in Oudler

Im Jahre 1888 wurde die Brücke und das Bahnhofsgebäude – bestehend aus einer Wohnung für den Bahnhofvorsteher, einem Wartesaal und einem Fahrkartenschalter.
Die Eisenbahnbrücke wurde 1889 in Betrieb genommen so dass eine Verbindung zwischen Luxemburg und Belgien bestand wo Zwischenstationen in Reuland, Oudler, Lengeler und Wilwerdingen vorgesehen wurden.

Die Strecke St.Vith-Ulflingen erlangte recht schnell wirtschaftliche Bedeutung, da die Teilstrecke das Ruhrgebiet mit Luxemburg und Lothringen verband.  Koks wurde aus dem Ruhrgebiet in die Industriezentren im Süden Luxemburgs und nach Lothringen gebracht, wo sie zur Verarbeitung und Verhüttung des Einsenerzes verwendet wurden. In umgekehter Richtung wurde dann wieder Eisenerz ins Ruhrgebiet exportiert.  Die Eisenbahn lieferte u.a. Briketts, Futtermittel und Dünger, die sich die Bauern am Bahnhof von Oudler abholten.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Kohlentransportzüge über deutsche Strecken umgeleitet, so dass hier nur noch hauptsächlich Vieh –und Holztransporte getätigt wurden. 1940 während des Zweiten Weltkrieges wurde die Brücke durch die Belgier gesprengt um den Deutschen den Nachschub zu erschweren daraufhin bauten die Deutschen eine neue Holzbrücke.  Der Personenverkehr wurde im September 1944 auf dieser Strecke eingestellt.