Espeler

Was die Etymologie des Ortsnamens anbelangt, so dürfte die erste Silbe des Dorfnamens „Espe“ ein Wassername sein.  Es ist zusammengezogen aus den beiden Worten „as“ und „apa“, welche wiederum beide Wasser und zwar fließendes Wasser bedeuten. „Lar“ bedeutet Wohnstätte.   „As-apa-lar“  bedeutet soviel wie : Wohnsiedlung am Zusammenfluss kleiner Wasserläufe. Die Ortschaft Espeler zählt +/- 238 Einwohner.

Legendärer „STEINEMANN“

Der „Steinemann“, unweit von Espeler liegt etwas abseits in einem ausgedehnten Waldstück die altehrwürdige Hubertuskapelle und sie wurde vor 120 Jahren infolge eines privaten Gelöbnisses errichtet und sie war vor allem aus dem historischen Pilgerweg aus dem Rheinland nach Saint-Hubert immer wieder Anlaufstelle.

Der „Steinmann“ ziert die Fahne des Musikvereins. 
Die Kapelle wurde durch den Espeler Einwohner THEISS-BREUER Johann im Jahr 1882 als Dank für die ihm erwiesene „Gottesgnade“ einem gelungenen chirurgischen Eingriff an seiner Gemahlin, fertiggestellt.    Frau Margarethe THEISS-BREUER hatte gesundheitliche Probleme und musste sich für die damaligen Verhältnisse einer schweren Operation unterziehen.

Seit Altersher hat dieser Landstrich die Gemüter und Historiker und Ahnenforscher geweckt und so ist es nicht verwunderlich, dass in der Nähe der Kapelle im Laufe der Zeit immer wieder römische Funde gemacht wurden, da diese Gegend von römischen oder sogar vorrömischen Straßen durchzogen wurde.

„STEINEMANN“ Bedeutung des Namens.

Nach der Deutung von Heinrich Dittmaier in seinem Buch „Rheinische Flurnamen“ bezeichnet der „Steinemann“ entweder eine steinerne Heiligenfigur am Wegesrande oder aber den Fundort, wo eine Leiche entdeckt worden war.  Die Passanten warfen schließlich einen Stein, so dass sich nach kurzer Zeit ein regelrechter Steinhaufen bildete. 
Bei Espeler war es jedenfalls ein vorgeschichtliches Grab, auf das Hubertuspilger auf ihrem Weg nach Saint-Hubert in den Ardennen Steine warfen.

Ab 1812 war es ein Holzkreuz, dass diesen Wallfahrtsort zierte und 1848 wurde es durch ein in Rechter Schiefer gehaltenes Steinkreuz ersetzt, welches das Bild des hl. Hubertus trug. 
Dieses Holzkreuz wurde nach dem Bau der eigentlichen Kapelle durch Herrn Johann THEISS-BREUER im Jahre 1882 an der Turmmauer aufgestellt verschwand jedoch leider vor einigen Jahren spurlos.

Auf den Spuren eines alten Kerpener Maibrauches :
Die Fußwallfahrt von Kerpen zur Grabeskirche des heiligen Saint-Hubert.

Als Patron der Kirche zu Espeler wird der heilige Wallerich verehrt.  
Er lebte um die Wende des 6. Jahrhunderts als Mönch in Frankreich und später als Abt der von ihm gegründeten Abtei „S. Vallery“ in Nordfrankreich und starb 622 eines heiligen Todes.

Die alte Kerpener Pilgerfahrt nach dem 166 Kilometer entfernten St.Hubert in den Ardennen fand früher alljährlich im Anschluss an die Bitt-Tage vor Pfingsten statt und dauerte insgesamt 9 Tage, je 4 für den Hin- und Rückweg und ein Ruhetag.
Mittwochs vor Christi Himmelfahrt, frühmorgens um 6 Uhr machten sich die Pilger von Kerpen aus auf die beschwerliche Reise, die über Zülpich, Büllingen nach Buret führte.  Ein Weg von etwa 23 km legten die Pilger zurück und in Zülpich wurde übernachtet.  Am zweiten Tag nahmen die Pilger in aller Frühe an einer Christi-Himmelfahrtsmesse teil und dann zogen sie weiter nach Büllingen, insgesamt 54,3 km am zweiten Tag.  Am dritten Tag führte der Weg nach Südsüdwest über die Vennhöhen nach Amel und St.Vith.  Über den kleinen Ort genannt Schirm ging es über Thommen schließlich nach Espeler.  Auf dem Weg zum sogenannten „Steinemann“, einen Rundhügel, der allmählich ansteigend 127 Meter höher aufragt und droben einen weiten Ausblick gewährt, wahrten die Pilger einen ur- und eigentümlichen Brauch zu guten Ruf und Ansehen ihrer Heimat in der Ferne : sie erschwerten sich den Aufstieg, indem sie Schieferplatten die Anhöhe hinauftrugen und oben an einem Kreuz zu Ehren des hl. Hubertus niederlegten, das auf einer Mauer aus solchen Votivsteinen stand.  Diesem Brauch lag ursprünglich wohl der Wunsch zugrunde, irgendwelche edle Stifter oder Gemeinschaften möchten aus den angehäuften Steinen dem
hl. Hubertus eine Kapelle erbauen, was inzwischen auch längst geschehen ist.  Dieser Pilgertag endete in Buret.  Am vierten Tag führte der Weg der Pilger über Bastogne nach St.Hubert wo der sakramentale Segen den feierlichen Einzug beendete.  In der heutigen Zeit ist diese Pilgerfahrt und auch der steinerne Brauch in Vergessenheit geraten, während es aber nach wie vor innige Bande zwischen dem niederrheinischen Kerpen und dem Ardennerstädtchen Saint-Hubert gibt.

„AM EULENSTEIN“ bei Espeler

Es befand sich an dieser Stelle eine Ortsbezeichnung „Am Eilfsstein“ d.h. am Ulfstein und nun wissen wir woher der romantische Eulenstein am Wege von Espelermühle nach Oudler herkommt.  Er hat mit Eulen nichts zu schaffen und hat seinen Namen vom „Ulfbach“.

Wenn man von Oudler nach Thommen fahrend die Straße verlässt und linkerhand einem Feldweg folgt, gelangt man auf eine Anhöhe, von der aus man eine herrliche Aussicht über Hügel und Täler genießt.  Durchquert man auf Fahrwegen Äcker und Wiesen, kommt man an eine Baumgruppe, deren Erhalt einem Landwirten zu verdanken ist, der dem Trend der Flurbereinigung trotzt und sich die Mühe macht, Schlepper und Pflug um dieses „Hindernis“ herumzumanövrieren.

Die anschließenden Weiden grenzen an eine Fichtenwaldung und hat man die erst hinter sich, dann steht man vor einer Naturschönheit von rarem Wert.  Der „Eulenstein“  und auf dem felsigen Abhang wachsen verknorpelte Eichen wild durcheinander. Der „Eulenstein“ ist ein einzigartiges Naturgebilde unserer Gegend und befindet sich unter Denkmalschutz.
Ein lohnendes Ausflugsziel für Naturfreunde.
Unsere Ortschaften sind reich an Sagen, die Jahrhunderte lang mündlich überliefert wurden.  Eine dieser recht unglaublichen Geschichten soll sich in diesem Waldgebiet dem sogenannten „Eulenstein“, zugetragen haben.  Ein Handwerker aus Reuland war abends nach getaner Arbeit zu Fuß auf dem Heimweg.  Seine Werkzeuge trug er in einem geflochtenen Korb auf dem Rücken.  Als er zwischen Espeler und Oudler den Wald erreichte, sah er vor sich ein weinendes Wickelkind am Boden liegen.  
Er hatte Mitleid und beschloss, es seinem Schicksal nicht zu überlassen.  Da es ihm so am bequemsten schien, legte er das Kind in seinen Tragekorb und setzte seinen Fußmarsch fort.  Doch die Last auf seinem Rücken wurde ständig schwerer, so dass er sie schon bald nicht mehr tragen konnte.  Er setzte den Korb ab, und als er den Deckel öffnete um nach dem Findelkind zu sehen, erlebte er eine böse Überraschung.  Statt des Säuglings fand er eine Hexe, die sofort zum Angriff überging.  Mit Müh und Not konnte der Mann sich befreien und musste, arg zerschunden, um sein Leben laufen.  Ob der Mensch des zwanzigsten Jahrhunderts noch an dergleichen Spuk und Hexentanz glaubt, ist wohl fraglich.  An was glaubt er ganz bestimmt : an die Schönheit unserer Landschaften und an die Tatsache, dass wir diese brauchen.

Die neue Leichenhalle in Espeler neben der Kirche

Das Portal der Totenkapelle (hinten links) ein Torbogen aus belgischem Granit ist dem Kircheneingang architektonisch nachempfunden und passt sich auf diese Weise sehr gut in den alten Dorfkern mit der nahe gelegenen Schule ein.
Eingeweiht wurde die Totenkapelle am 11.11.2004.
Sie wurde in Eigenregie der Dorfgemeinschaft Espeler erbaut.

Römerstrasse und Grenzstein

Am Eingang der Römerstrasse Reims-Köln nach Belgien, zwischen Limerlé und St.Vith, zwei alte Grenzsteine : der eine, Gusseisen, zwei Meter aus dem Boden herausragend, mit Wappen des Großherzogtums Luxemburg und des Königreichs Belgien, dem Datum 1843 und der Nummer 286 ; der andere, brauner Sandstein, des 19 Jhdts,
ein Meter zehn hoch, mit der Nummer 75 und verschiedenen späteren Inschriften.  Der erste bezeichnet die Nordecke des aktuellen Großherzogtums, der zweite, die westliche Grenze des Rheinischen Preußen. 



Kriegerdenkmal in Espeler (auf dem Friedhof)

Während des Krieges 1914 - 1918 starben 12 Soldaten.
Während des Krieges 1940 - 1945 starben 18 Soldaten und
3 Zivilopfer.



Vereine

EV Schule Espeler

Präsident :     

Tom RAUS
Espeler, 24
4791 BURG-REULAND
Tel. : 080/87 00 20
E-Mail: tomraus1980@gmail.com

Kassiererin:    

Frau THEIS Sandra
Espeler 12e
4791 BURG-REULAND     

Tel. : 080/22 15 24

JGV "PROMILLIFANTEN" Espeler

Präsident :     

WEBER Joel
Espeler 13a
4791 BURG-REULAND     

Tel. : 080/42 00 42       

Schriftführer :     

LOOS Christian
Espeler, 39
4791 BURG-REULAND     

Tel. : 0494/72 44 06     
E-Mail: chrislo91@hotmail.com

KGL. Musikverein "STEINEMANN" Espeler

Präsident :

ROSS Alfons
Espeler, 46
4791 BURG-REULAND 


Vize-Präsident :

ROSS Alfons
Espeler 46i
4791 BURG-REULAND

 

Schriftführerin :

SCHEUREN Andrea
Oberstraße 16, Wallerode
4780 ST.VITH

 

Kassierer :

ROSS Albert
Espeler 26A
4791 BURG-REULAND

Seniorenvereinigung Espeler

Ulfbachtaler MUSIKANTEN

Präsident :

GOMMES Günther
Wathermal, 7
6670 GOUVY   
Tel. : 080/51 70 44
GSM : 00352/021 311 486 
E-Mail : info@ulfbachtaler-musikanten.be
Website : www.ulfbachtaler-musikanten.be 

Schriftführerin :

ROSS-PROBST Nicole
Espeler, 26A
4791 BURG-REULAND    

Kassiererin :     

SCHEUREN Marie-Louise
Espeler, 16
4791 BURG-REULAND