Lascheid

Landscheydt, Landtscheidt (15 bis 17 Jahrhundert) Laschet, Lascheid (17 bis 19 Jahrhundert) Lascheid bedeutet Landes-Scheide/Grenze-Trennung. Der Ort Landscheydt wurde das erste Mal im Jahre 1501 erwähnt und gehörte zu der Herrschaft Reuland.
Lascheid zählt heute +/- 166 Einwohner.

An der Ortseinfahrt der Ortschaft Lascheid empfängt eine imposante Brücke die Besucher.  Wunderschöne Wanderwege befinden sich rundum das stillgelegte Bahngelände.

Das kleine Dorf Lascheid ziert im Jahre 1501 eine kleine Kapelle, die dem Hl. Michael geweiht ist.  Sie wurde 1759 abgerissen und durch den heutigen Bau ersetzt und der Westturm wurde 1902 hinzugefügt.
Die Kapelle ist aus Bruchsteinen gebaut und beinhaltet einen dreiseitigen Altarraum.  Der Altar datiert aus dem 18 Jahrhundert.  
Der Hl. Michael ist der Schutzpatron.  In Eigeninitiative übernahmen die Lascheider im Jahre 1989 den Bau einer Sakristei und fügten sie an die Kapelle an.  Zum Erstellen der äußeren Mauern verwendete man das alte Steinmaterial des Schulstalles.  Die sonntägliche Messfeier wurde schon vor 1957 wieder eingeführt und anfangs zelebrierten die Patres aus Fünfbrunnen die Messe, die André Weidner oder andere freiwillige Kirchengänger hin und her chauffierten.

 

Die Schule

Im Jahre 1840 wurde eine Schule in Lascheid eröffnet.
In der am 08.01.1889 von Johann Nikolaus Luxen begonnenen Schulchronik heißt es :
Das Schulhaus, welches Wirtslokal ist, besteht aus dem Schulzimmer nebst Lehrerwohnung und Ökonomiegebäuden.  Bei demselben fehlen Keller und Brunnen, sowie Spiel –und Turnplatz.  Das Schulhaus ist Eigentum der Arens’schen Stiftung.  Der hierselbst im Jahre 1848 verstorbene Ortsgeistliche Andreas Arens hat den Kirchenvorstand in Reuland testamentarisch zum Verwalter seines Vermögens eingesetzt und dabei bezüglich des Hauses folgende Bestimmungen getroffen.  
An erster Stelle steht das Haus einem Geistlichen, welcher hier wohnen will, zur Verfügung.  Trifft dieser Fall nicht zu, so hat ein Arzt in derselben Wohnungsrecht an letzter Stelle kann das Haus zu Schulzwecken verwendet werden.  Seit dem Tod des Stifters hat nun die Gemeinde Reuland gegen eine jährliche Miete von 75 Mark das Haus von der Arens’schen Stiftung gemietet und dem Orte Lascheid zu Schulzwecken überwiesen.  Im Jahre 1900 begannen die Arbeiten für den Bau eines Schulsaales für 55 bis 60 Kinder selbst Wohnung für einen verheirateten Lehrer mit Stall und Abortgebäude sowie Brunnenanlage und Einfriedung.  Am 24. Juli 1997 fiel die alte Schule den Baggerschaufeln zum Opfer und dies im Rahmen der allgemeinen Schulbautenerneuerungen.  
Der erste Schultag in der neuen Schule war der 01.09.1997.

Mir jon on de Butik

Schon seit jeher war der Kontakt unter den Dorfbewohnern wichtig.  Vor allem in den Zeiten ohne Radio, Fernsehen, Telefon, ... war es wohl auch für die Lascheider vonnöten, Neuigkeiten mündliche weiterzuerzählen oder zu erfahren.  Was lag wohl näher, als diese kleinen „Kläfchen“ in einem der beiden Lebensmittelgeschäfte des Dorfes zu halten.  Das älteste Geschäft stammt aus dem Jahre 1907.  Die derzeitigen Kunden besaßen noch alle ein „Einkaufsbuch“, dass sie bei jedem Einkauf bei sich trugen.  Um die Schulden am Ende des Monats zu begleichen verwendeten die Leute das „Milchgeld“.  
Ärmere Dorfbewohner tauschten gar Eier gegen Lebensmittel ein.
Heute hat Lascheid keinen Kolonialladen mehr.

Kriegerdenkmal

Während des Krieges 1914 - 1918 starben 8 Soldaten.Während des Krieges 1940 -1945 starben 10 Soldaten und und 3 Zivilopfer.

Alljährlich am Michaelstag findet in der Ortschaft Lascheid am Kriegerdenkmal eine Feier zu Ehren der Opfer der beiden Weltkriege statt.  So wie jedes Wegekreuz in unserer malerischen Landschaft, hat auch dieses schlichte Mahnmal am Ortseingang seine eigene Geschichte.

Der Initiator und Errichter dieses Denkmals ist Herr Nikolaus Zeyen.  
Bei der Generalmobilmachung 1913 wurde er bereits am zweiten Tag nach Diedenhoven einberufen und er gelobte bei heiler Rückkehr aus dem Felde, ein Wegkreuz zur Ehre Christi zu errichten.  
Unmittelbar nach Kriegsende errichtete er ein Ehrendenkmal für die Gefallenen des Dorfes und nach eigenem Entwurf ließ er das Denkmal in Malmedy anfertigen.  Am Michaelstag 1920 wurde dann unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die feierliche Einweihung durch Pfarrer Heinrich Cordewener (1978-1957) vorgenommen, wobei die Namen der Gefallenen verlesen wurden.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde durch die Bevölkerung eine weitere Gedenktafel für die Gefallenen und Zivilopfer der Ortschaft gestiftet und angebracht.
Auf Initiative der Dorfbevölkerung wurde die alte Gedenkstätte im April 1983 entfernt und in Eigenregie durch eine neue und moderne aus heimischen Bruchsteinen ersetzt, die sich harmonisch ins Dorfbild einfügt.

Wasser

Die Dorftröge

Früher als es noch keine Wasserleitungen gab, mussten die Leute „das kühle Naß“ aus dem Brunnen holen.  Sie füllten meist zwei große Eimer mit Wasser und trugen sie nach Hause.  Dazu legten sie ein Joch über ihre Schultern und hängten an beiden Seiten das schwere Wassergewicht.  Der Brunnen war für alle Dorfbewohner der Mittelpunkt.  Es existierten hauptsächlich Zieh –und Laufbrunnen.  
Beim Ziehbrunnen hing an einem stabilen Seil über einer Rolle ein Schöpfeimer, mit dem man das Wasser sehr mühsam aus dem Brunnenschacht hochziehen musste.  Bei den Laufbrunnen wurde das Wasser in hölzernen Rohren zum Brunnen geführt und lief dort in einen langen Trog, aus dem auch das Vieh saufen konnte.  
Der „Dorftrog“ in Lascheid stand und steht heute noch immer mitten im Dorf, neben der Kapelle.
Dieses Trogwasser kam in Lascheid aus der „Burrejass“, wo etwa 10 Bauern im Jahre 1990 eine „Wassertankstelle“ für das Vieh eingerichtet haben.  Nach und nach haben viele Familien selbst einen Brunnen bei sich daheim gegraben um der schweren Arbeit des Wassertragens zu entgehen.  In den Jahren 1965, 1966 hatten schon verschiedene Familien ihre eigene Wasserleitung gelegt aber diese Leitungen waren mit verschiedenen Problemen verbunden.

Die jetzige Wasserleitung wurde im Jahre 1970 angelegt und am Katharinenmarkttag floss das erste Wasser durch die neuen Leitungen.
Der „Dorftrog“ wurde in einem Projekt der „Ländlichen Erneuerung“ renoviert.  

Vereine

EV Schule Lascheid

Präsident :     

Herr KNEIP André
Zum Knupp, Lascheid, 21
4790 BURG-REULAND   
Tel. : 080/42 02 90
Gsm : 0478/26 94 79
E-Mail : a.kneip@skynet.be 

 
Schriftführerin :     

Frau PAQUET Francine
Auf Rodder, Lascheid, 17
4790 BURG-REULAND     
Tel. : 080/22 99 50

 

Kassierer :   

Herr KOHNENMERGEN Robert
Am Sonnenhang, Richtenberg, 2
4790 BURG-REULAND  
Tel. : 080/42 04 93

JGV "St.Michael" Lascheid

Präsident :     

SCHMITZ Sebastian
Gracht, Lascheid 62
4790 BURG-REULAND     

Vize-Präsident :

SCHMITZ Danny
Zum Knupp, Lascheid 10
4790 BURG-REULAND 

Schriftführerin :     

Frau PETERS Luisa
Middelweg, Crombach, 45
4780 ST.VITH     

Kassiererin :

Frau LEMAIRE Jana
Rodter Straße, 58l
4780 ST.VITH 

KGL.Musikverein Reuland-Lascheid

Präsident :

SCHMITZ Jacky
Zum Knupp, Lascheid, 10
4790 BURG-REULAND

 

Schriftführer:

KOHNEN Guido
Neundorfer Straße 13/E2/2
4780 ST.VITH

E-Mail: guido.kohnen@belgacom.net

Singgruppe "Contento" Lascheid

Präsidentin :     

KOHNENMERGEN-KALBUSCH Claudine
Am Sonnenhang, Richtenberg, 2
4790 BURG-REULAND

Tel. : 080/42 04 93
E-mail : claudinekalbusch@hotmail.com

 

Schriftführerin :     

KREINS Rita
Auf der Ley, Oudler, 120
4790 BURG-REULAND